DHCP Server installieren (CentOS)

Einleitung

Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) wird insbesondere genutzt um Clients IP-Adressen zuzuweisen. Zudem können mittels DHCP weitere Netzwerkkonfigurationen zugewiesen, z.B. Gateways, DNS Server, etc.

Benötigte Pakete

Zunächst die Paketdatenbank aktualisieren und DHCP installieren:

Dann kann die Konfiguration beginnen.

Konfiguration

Zunächst sollte der Maschine eine feste IP-Adresse zugewiesen werden, hierzu ist die Datei /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0 anzupassen:

Im Anschluss wird eine beispielhafte Konfiguration erstellt, die dann angepasst werden kann.

Die Konfiguration erfolgt schließlich in /etc/dhcp/dhcpd.conf:

Ist die Konfiguration abgeschlossen, kann der Dienst gestartet werden. Wir erstellen die Datenbank, die die Leases, also die vergebenen IP-Adressen, verwaltet und starten den Dienst:

Zu guter Letzt wird dafür gesorgt, dass der DHCP Server automatisch zum Systemstart gestartet wird.

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Raspberry Pi als WLAN-Repeater

Einleitung

Viele private WLAN-Betreiber kennen sicherlich das Problem, dass die WLAN-Ausleuchtung nicht überall so hoch ist, wie gerne gewünscht. Sicherlich gibt es jede Menge Hardware, die genau hierfür konzipiert wurde. Wer jedoch einen Raspberry Pi sein eigen nennt, kann ihn auch für solche Zwecke nutzen. Vorab sei angemerkt: in puncto Performance ist der Pi als WiFi-Repeater eher am unteren Ende einzuordnen. Sei’s drum, „Versuch macht kluch!“ 😉

Voraussetzungen

  • Raspberry Pi, Model B
  • Raspbian
  • USB WLAN-Stick

Benötigte Pakete

Wir installieren hostapd zur Authentifikation im WLAN.

Weiter mit der Konfiguration…

Konfiguration von hostapd

Zur Konfiguration wird die Datei /etc/hostapd/hostapd.conf erstellt, der Inhalt muss an diversen Stellen auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, z.B. bei SSID, Kanal, Passwort etc.

Im Anschluss sind die Netzwerkschnittstellen zu konfigurieren.

Netzwerk

Wir passen /etc/network/interfaces an:

Hiermit ist ein Roaming zwischen verschiedenen Access-Points möglich, sofern der Raspberry Pi zusätzlich per Ethernet im Netzwerk hängt.

Verbindung zum WLAN-Router

Statt der kabelgebundenen Verbindung kann mit einer zweiten WLAN-Verbindung gearbeitet werden. Es wird dann ein weiterer WLAN-Stick benötigt. Wir erstellen die Datei /etc/wpa_supplicant/wpa.conf mit folgendem Inhalt:

Nun ist noch /etc/network/interfaces anzupassen, erweitert wird hier um wlan1:

Um Daten zwischen den beiden Netzwerkinterfaces durchzuleiten, müssen wir das Forwarding aktivieren und zwei Firewall-Rules erstellen.

Forwarding und Iptables

Zum Forwarding ist /etc/sysctl.conf anzupassen:

Danach mit sysctl -p neu einlesen.

Anschließend noch die Firewall anpassen:

Die beiden Skripte können in der /etc/rc.local abgelegt werden, damit stehen sie auch nach jedem Neustart zur Verfügung.

Nun ist auch die Verbindung ohne Kabel möglich, zum Testen einfach die Netzwerkdienste neustarten und das Ethernet-Kabel abziehen:

Have fun!