Zarafa Update durchführen

Einleitung

Wer Zarafa als Groupware einsetzt, steht gelegentlich vor der Aufgabe, ein Update durchzuführen. Sinnvollerweise sollte vor dem Update eine Sicherung erstellt werden und im Anschluss ein Funktionstest durchgeführt werden.

Vorbereitung

Zunächst werden die relevanten Dienste gestoppt.

Ist dies erfolgt, wird zunächst eine Sicherung erstellt.

Sicherung

Bei der Sicherung wird sowohl Datenbank als auch Konfiguration weggesichert. Sofern die Anhänge in einem Filestore abgelegt sind, sollte dieser ebenfalls in der Sicherung enthalten sein.

Zeit für das Update.

Update

Zunächst wird die aktuelle Version besorgt und entpackt.

Schließlich werden die Pakete eingespielt.

Haben sich Konfigurationsdateien geändert, können die Änderungen gesichtet und ggf. übernommen werden.

Konfigurationsänderungen

Prüfen, welche möglichen Änderungen mit der neuen Version verfügbar sind:

Die Änderungen sind nun in server.diff aufgeführt und können bei Bedarf in die aktuelle Konfiguration übernommen werden.

Test

Zum Schluss kann Zarafa wieder in Betrieb genommen werden.

Die Version sollte nun aktuell sein:

Eine Testmail zustellen:

Ebenfalls getestet werden sollte die Anbindung an Outlook (Mail, Kalender, Kontakte) sowie an die mobilen Geräte (z. B. Android).

Have fun!

Linux-Server-Konfiguration versionieren mit etckeeper und git

Einleitung

Arbeitet man an Konfigurationseinstellungen eines Linux-Servers, kann es hilfreich sein, die geänderte Konfiguration zu versionieren. Im Fehlerfall können so Änderungen schnell und einfach zurückgenommen werden. Im weitaus günstigeren Erfolgsfall entsteht durch die Versionierung eine lückenlose Dokumentation der Änderungen.

Pakete

Die erforderlichen Pakete installieren:

Weiter mit der Einrichtung…

Konfiguration

In /etc/etckeeper/etckeeper.conf wird git als Versionsveraltung ausgewählt.

In der gleichen Daten können die Paketmanager ausgewählt werden, hier die entsprechende Konfiguration für Debian-basierte Systeme:

Git-Benutzer konfigurieren:

Die Initialisierung wird mit der Paketinstallation automatisch durchgeführt, somit besteht also sofort Betriebsbereitschaft.  🙂

Bedienung

Nachfolgend noch einige Hinweise und Beispiele zur Nutzung. Hierbei befinden wir uns im Verzeichnis /etc.

Änderungen durchführen

Ändern wir /etc/apache2/httpd.conf und dokumentieren die Änderung:

Was aber, wenn die Änderung nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat?

Änderungen rückgängig machen

Ändern wir irgendetwas in der Apache-Konfigurationsdatei /etc/apache2/httpd.conf und machen die Änderung sofort wieder rückgängig:

Hierbei ist nicht mehr zu erkennen, dass die Datei geändert und wiederhergestellt wurde.

Bereits durchgeführte Änderungen rückgängig machen

Wurden die Änderungen bereits mittels commit durchgeführt, ist die Vorgehensweise eine andere:

Hierbei wird automatisch ein commit abgesetzt. Mittels git show kann die Änderung angezeigt werden:

Zum Schluss noch die Möglichkeit, Dateien gänzlich von der Versionierung auszuschließen.

Dateien von Versionierung ausschließen

Um Dateien von der Versionierung auszuschließen, müssen sie in .gitignore aufgeführt werden:

Da die zukünftig zu ignorierende Datei bereits während der Initialisierung bestanden hat, muss sie noch entfernt werden.

Have fun!

Raspberry Pi und SANE als Netzwerkscanner im Einsatz

Vorwort

Im privaten Einsatz haben sicherlich viele Nutzer einen Dokumentenscanner. In der Regel ist dieser allerdings per USB an einem Windowsclient angebunden, da netzwerkfähige Lösungen meist das Budget sprengen. Hat man mehrere Rechner im Einsatz gilt Murphys Gesetz. Zwar arbeitet man am Rechner aber eben immer gerade nicht an jenem, an dem der Scanner hängt. Was bleibt ist die Möglichkeit, den zweiten Client hochzufahren oder den Scanner umzustöpseln und womöglich zuerst noch zum Ort des Geschehens zu transportieren. Hier soll der Raspberry Pi nun in die Bresche springen.

Pakete

Die benötigten Pakete installieren:

Es folgt ein wenig Konfigurationsarbeit.

Konfiguration

Zum automatischen Start wird in /etc/default/saned RUN auf yes gesetzt:

In /etc/sane.d/saned.conf kann der Zugriff gesteuert werden, im Beispiel werden  zwei Subnetze freigegeben, hier sind auch einzelne IPs oder Hostnamen möglich:

Saned starten:

Weiter mit den Clients…

Windows Client

Für Windows kann SaneTwain unter http://sanetwain.ozuzo.net/#download heruntergeladen und installiert werden.

Hierbei ist dann noch die IP-Adresse des Raspberry Pi einzutragen und es kann losgehen.

Troubleshooting

Achtung! Es sollte ein USB-Hub mit eigener Stromversorgung genutzt werden. 🙂

Have fun!