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Feuerwerke fotografieren


Einleitung

Feuerwerke üben immer wieder aufs Neue eine Faszination auf deren Betrachter aus. So liegt es nahe, das Lichter- und Farbenmeer festhalten zu wollen. Sehr schwierig ist dies nicht, es gibt allerdings einige Dinge zu beachten, die ich im Folgenden aufzeigen werde.

ISO

Da das Feuerwerk meist nachts im Dunkeln stattfindet, sollte man möglichst geringe ISO-Werte verwenden. Wenn möglich fotografiere ich bei ISO 100. Höhere ISO-Werte führen zu höherem Bildrauschen.

Objektiv

Ich finde Weitwinkelobjektive am geeignetsten. So kann man eine komplette Szene fotografieren, nicht bloß eine einzelne Rakete. Gut und günstig sind die 18-55mm Standardobjektive.

Autofokus

Versucht man ein Feuerwerk mit dem Autofokus scharf zu stellen, stößt man schnell auf dessen Grenzen. Zudem ist es hilfreich, bereits beim Zünden einer Rakete auszulösen. Beides spricht für manuelles Fokussieren.

Manuelles Fokussieren

Befindet sich ein Gegenstand, z. B. eine Straßenlaterne, in ähnlicher Entfernung wie das zu fotografierende Feuerwerk kann dieser mit dem Autofokus fokussiert werden und man schaltet dann auf manuellen Fokus. Andernfalls stellt man gleich auf manuellen Fokus und dreht den Fokusring auf unendlich. Manche Objektive haben bei dieser Einstellung eine Möbiusschleife (auf der Seite liegende 8).

Tipp: Ist nicht klar, welches die richtige Einstellung ist, stellt man sich ein oder zwei Meter vor einen Gegenstand und fokussiert diesen. Dreht man nun den Fokusring auf die Seite, auf der mehr Spiel ist, befinden wir uns bei der Einstellung unendlich.

Modus

Ein Automatikmodus wird wenig hilfreich sein, stattdessen sollte im manuellen Modus fotografiert werden. Hier können Blende und Belichtungszeit unabhängig voneinander vorgegeben werden. Bei den meisten Kameras gibt es hierzu ein Einstellrad mit der Einstellung M.

Blende

Um genügend scharfe Fotos zu erhalten sollte die Blende irgendwo zwischen f/10 und f/16 liegen, hier muss abhängig von der Situation gearbeitet werden, am besten tastet man sich an die passende Blendeneinstellung heran. Bei lichtstarken Objektiven kann die Blende natürlich auch weiter geschlossen werden.

Belichtung

Bei der Belichtung haben sich  3 bis 4 Sekunden als gute Marke zur Orientierung erwiesen. Bei langen Belichtungszeiten sollte die Kamera entsprechend ruhig stehen. Ein Stativ ist hier Pflicht. Hat man keinen Fernauslöser, so empfiehlt es sich, zumindest den Selbstauslöser mit Timer zu Nutzen, da auch das Betätigen des Auslösers die Kamera auf dem Stativ geringfügig in Bewegung versetzen kann und für verwackelte Ergebnisse sorgen kann.

Bildstabilisator

Wie gerade beschrieben, sollte unbedingt mit Stativ fotografiert werden. Einen etwaigen Bildstabilisator schalten wir in diesem Fall aus.

Weißabgleich

Ein automatischer Weißabgleich kann zu interessanten, meist aber nicht gerade schönen Ergebnissen führen. Mit manuellem Weißabgleich bei 5500 K habe ich recht gute Ergebnisse erzielt. Fotografiert man im RAW-Format, kann man den Weißabgleich auch nachträglich anpassen.

Fotografieren im Winter bei Kälte und Schnee – Tipps und Tricks

Vor dem Fotografieren

Fotografiert man im Winter, insbesondere bei Schnee und Minusgraden, hat man mit gewissen Unwegsamkeiten zu kämpfen. Kalte Akkus verlieren schneller ihre Leistung, daher sollten sie unbedingt im Vorfeld aufgeladen werden. Ein Ersatzakku, sofern vorhanden, sollte möglichst in einer warmen Innentasche verstaut und getragen werden, um später ein jähes Auskühlen zu vermeiden.

Der Transport der Fotoausrüstung sollte in einer spritzwassergeschützen Fototasche oder einem entsprechenden Fotorucksack erfolgen. Ein Regenschirm schützt während der Aufnahmen vor Schnee. Filter auf den Objektiven können neben den gewünschten Filtereffekten die Frontlinse ebenfalls vor Schnee schützen. Dies beschränkt sich im Übrigen nicht auf den Winter oder den Schnee.

Selbstverständlich sollte nicht nur die Ausrüstung sondern ebenso der Bildermacher wintertauglich eingepackt sein. Ohne passendes Schuhwerk und warme Kleidung wird der Fototrip allzu schnell zur Qual. Bei extrem niedrigen Temperaturen sind Handschuhe meist unerlässlich. Da diese beim  Fotografieren jedoch stören, empfiehlt es sich insbesondere Metallteile vorher abzukleben um ein Anfrieren der Finger zu vermeiden.

Während des Fotografierens

Neben den temperaturbedingten Schwierigkeiten können noch weitere Faktoren das Fotoerlebnis trüben. Oft erhalten die Bilder einen unerwünschten Blaustich. Wenn dies der Fall ist, empfiehlt sich der manuelle Weißabgleich. Vorteilhaft: Bei Fotografie im RAW-Format wird die Information über den Weißabgleich separat geführt, somit kann der Weißabgleich auch nachträglich erfolgen.

Bei hohen Weißanteilen, wie es in Schneelandschaften der Fall ist, schlägt auch die Belichtungsmessung der Kamera gerne mal fehl. Die Bilder am besten gleich prüfen und bei Bedarf mit Belichtungskorrektur (+1 bis +2) arbeiten.

Im Notfall, wenn gar nichts mehr geht und der Akku leer ist: Akku entfernen und ein paar Minuten in die Tasche oder unter die Jacke stecken, mit ein wenig Glück reicht das dann noch für zumindest ein paar wenige Aufnahmen.

Nach dem Fotografieren

Wenn das letzte Foto geschossen wurde, Kamera und Objektive in einen dichten Plastikbeutel stecken und in Fotorucksack oder Fototasche verstauen. Später in der Fototasche langsam auf Zimmertemperatur aufwärmen lassen, erst dann herausnehmen. Nimmt man die kalte Ausrüstung zu früh heraus, besteht die Gefahr, dass sich Kondenswasser bildet, welches dem Equipment im schlimmsten Fall schadet. Vorsicht: Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum begünstigt dies zusätzlich.

Low-Key-Portraits

Einführung

Bei der Low-Key-Fotografie beherrschen dunkle, teilweise schwarze Bildbereiche den Bildaufbau. Lichtquellen werden bewusst platziert und setzen das Motiv in den Mittelpunkt. Die folgenden Aufnahmen sind im Rahmen dieses Tutorials als „Selbststudie“ entstanden und bieten dem Leser einen Eindruck über den Autors.

Aufbau

Die Aufnahmen sind vor einer schwarzen Leinwand entstanden. Als Lichtquelle diente ein ext. Blitz, der das Motiv seitlich in einem Winkel von etwa 80 ° ausleuchtet. Ggf. kann z. B. eine weiter Lichtquelle von hinten eingesetzt werden, um die Konturen des Kopfs / der Haare von der Leinwand hervorzuheben. Da wie oben bereits erwähnt nur die hellen Bildpartien interessant sind, sollte bei der Belichtungsmessung mit der Spotmessung gearbeitet werden. Fotografiert habe ich bei ISO 100, meist mit Blende f/14 und einer Belichtungszeit von 1/60 s.

 Bearbeitung

Die Fotos habe ich in Farbe aufgenommen und nachträglich mit GIMP bearbeitet. Hierbei wurden die Fotos entsättigt, teilweise wurde der Kontrast angehoben und die Aufnahme geschärft.

Ergebnisse

Hier wieder einige der Ergebnisse.

Tropfen fotografieren

Einleitung

Jeder hat sie wohl schon einmal gesehen, die tollen Fotos von Tropfen, die in der Luft schwebend für die Ewigkeit festgehalten wurden. Aber wie kommt man zu solchen Aufnahmen? Meine ersten Gehversuche mit „grobem Werkzeug“ waren eher schlecht als recht. Schließlich habe ich dann ein wenig recherchiert, wie denn die guten Aufnahmen gemacht werden. Eine einfache und nicht sehr kostenintensive Methode will ich hier beschreiben.

Material

  • Kamera
  • Macroobjektiv
  • externer Blitz
  • Infusionsbesteck
  • zwei Schüsseln
  • zwei Stative
  • (verschieden-) farbige Tonkartons
  • Haltevorrichtung, hier ein Wäscheständer

Aufbau

Mithilfe des Wäscheständers habe ich den Auslass des Infusionsbestecks sowie den Tonkarton befestigt. Eine mit Flüssigkeit gefüllte Schüssel steht dabei auf dem Wäscheständer, darin das andere Ende des Infusionsbestecks.

Die Flüssigkeit tropft nun in die darunter platzierte Schüssel, welche ebenfalls mit Wasser gefüllt ist. Seitlich neben dieser unteren Schüssel steht ein Blitz, der den Tropfen von der Seite ausleuchtet und vom farbigen Tonkarton, der gegenüber der Schüssel am Wäscheständer hängt, reflektiert wird. Die „Initialzündung“ zum Tropfen wird durch Ansaugen der Flüssigkeit erreicht, der Rest ist Physik.

Durchführung

Die Aufnahmen habe ich bei einer Verschlusszeit von 1/160 und Blende f/16 gemacht. Aus Gründen der Bequemlichkeit habe ich die Kamera über die PC-Software gesteuert, so konnte ich das Ergebnis sofort live auf dem Bildschirm sehen. Fokussiert habe ich hierbei manuell, da die Tropfen sich nicht wirklich gut fokussieren würden und der Autofokus zudem auch viel zu langsam wäre. Als Hilfsmittel habe ich etwas senkrecht in die Schüssel gestellt, genau unterhalb der Stelle, an der der Tropfen in das Wasser eintaucht. Nach dem manuellen Fokussieren muss dieser Gegenstand natürlich wieder entfernt werden.

Ergebnis

Hier ein paar Beispiele.

Fotografie

Einleitung

Im Bereich Fotografie entsteht ein Lern- und Übungsbereich zum Thema Fotografie. Die Inhalte werden sehr praxisorientiert gestaltet sein. Technischen Aspekte sollen weitestgehend im Hintergrund bleiben.

Inhalte

Soweit es Zeit und Lust erlauben, werde ich Schritt für Schritt neue Informationen publizieren.