Archiv der Kategorie: Linux

Einstieg in openHAB 2

Vorwort

Seit einiger Zeit bereits liegt openHAB in Version 2 vor, hier möchte ich nun einen kurzen Einstieg in openHAB 2 bieten. Der Beitrag ist nicht als Tutorial zu verstehen, vielmehr gibt er einen groben Überblick über openHAB 2. Später werden weitere Artikel folgen, die einzelne Themenbereiche tiefergehend beleuchten.

Übersicht

Was genau ist openHAB? Kurz: openHAB ist eine Open Source Plattform zur Heimautomation. Durch die vollständige Entwicklung in Java kann openHAB auf vielen Plattformen ausgeführt werden. Eine enorme Vielfalt an sogenannten Bindings ermöglicht es, Smarthome-Lösungen verschiedener Hersteller zu integrieren und mittels „Rules“ zu automatisieren. Bedienmöglichkeiten liefern verschiedene Weboberflächen sowie eine App für Android und iOS.

Installation

Mittlerweile stehen neben den Paketen für Debian / Ubuntu beispielsweise auch fertige Images für Raspberry Pi oder Pine A64 zur Verfügung. Auch existiert ein Docker Image für openHAB. Weiterhin kann openHAB auf QNAP NAS und Synology DiskStations betrieben werden.

War in Version 1.x noch sehr viel Handarbeit für erste Ergebnisse erforderlich kommt Version 2 mit einem rudimentären Setup-Assistenten und bietet somit auch Einsteigern einen schnellen und einfachen Einstieg in openHAB 2.

Migration

Wer bereits openHAB in Version 1.x einsetzt, kann nach dem Tutorial zur Migration vorgehen, um auf Version 2.x umzusteigen.

Neuigkeiten

Zu den aus openHAB 1.x bekannten Items, werden in Version 2.x Things, Channels und Links eingeführt.

In puncto Design und UI hat sich ebenfalls einiges getan. In openHAB 2 stehen gleich drei verschiedene User Interfaces zur Verfügung, hier die „Paper UI“:

Selbstverständlich bringt Version 2.x auch jede Menge neuer Bindings mit, teilweise lassen sie sich mittels Assistenten konfigurieren.

Fazit

Nutzer von openHAB 1.x dürfen auf jeden Fall gespannt sein, welche Neuerungen Version 2 mit sich bringt und sollten den Umstieg so schnell wie möglich in Angriff nehmen.

Wer bisher noch keine Berührungspunkte hatte, findet durch die zahlreichen Verbesserungen sehr einfach einen Einstieg in openHAB 2 und kann bereits mit minimalem Aufwand seine „Smarten Dinge“ darstellen bzw. steuern.

Durch die Plattform- und Herstellerunabhängigkeit für viele Szenarien einsetzbar.

Prädikat: empfehlenswert!

Amazon Alexa auf dem Raspberry Pi

Vorwort

Wer in den letzten Tagen TV gesehen hat, ist möglicherweise über die Werbung zum Echo gestolpert; hier beschreibe ich, wie Amazon Alexa auf dem Raspberry Pi getestet werden kann.

Voraussetzungen

Benötigt wird

Amazon Alexa

Zudem muss unter developer.amazon.com ein Account erstellt werden. Dort wird dann ein Gerät (Device) eingerichtet, danach ein Security Profile. Ist dies erledigt, erhält man eine Security Profile ID, Client ID und einen Schlüssel für den Client.

Device Type ID und Display Name sind frei wählbar, zu beachten sie die erlaubten Zeichen.

Wurde das Security Profile erstellt ist unter „Web Settings“ zunächst die Schaltfläche Edit zu betätigen, dann kann bei allowed origins „https://localhost:3000“ und bei allowed return URLs „https://localhost:3000/authresponse“ hinterlegt.

Software

Wir besorgen uns zunächst die Sample App (s. Voraussetzungen) und passen dort die Datei automated_install.sh an.

In der automated_install.sh sind die zuvor erstellten Daten zu hinterlegen. Unter ProductID wird die bei der Registrierung erstellte Device Typ ID hinterlegt. Unter ClientID die von Amazon vergebene Client ID, sie sieht in etwa so aus:

Schließlich wird noch der Schlüssel (Secret) hinterlegt. Danach kann das Skript ausgeführt werden:

Die Fragen sind abzuarbeiten, wichtig ist, dass als Sprache de-DE ausgewählt wird und die korrekte Quelle für die Soundausgabe. Wird das Wake Word „Alexa“ aktiviert, bedeutet dies, dass fortan das Mikrofon immer mitlauscht. Wer die Medien verfolgt wird wissen, dass Strafverfolgungsbehörden im Falle einer Straftat dieses Material (ob Mitschnitte nun tatsächlich existieren oder nicht) bei Amazon anfragen könnten. 😉 Liebe Leser, bitte begehen Sie keine Straftaten, mit oder ohne Alexa!

Nun heißt es angesichts der Rechenleistung des Einplatinencomputers warten, warten, warten…

Starten

Nach erfolgter Installation wird in drei Terminal Sessions der Web Service für die Authentifizierung, die Sample App sowie die wake word engine gestartet.

Terminal 1

Web Service für Authentifizierung starten:

 Sobald der Dienst gestartet und auf Port 3000 läuft, kann der Client (Sample App) gestartet werden.

Terminal 2

Starten der Sample App:

Jetzt muss die Registrierung im Browser erfolgen, zur Vereinfachung kann ausgewählt werden, dass die URL im Standardbrowser geöffnet werden muss (grafische Oberfläche zwingend erforderlich!). Es folgt dann eine Weiterleitung zu Amazon. Zur Registrierung des Geräts muss hier die Anmeldung am Amazon-Konto erfolgen.

Terminal 3

Im letzten Schritt wird der wake word agent installiert, dieser sorgt dafür, dass Alexa beim Ausruf des Worts „Alexa“ automatisch reagiert.

Das wars…

Test

Nun kann getestet werden, hierzu einfach „Alexa“ sagen und loslegen, z. B. mit der Frage „warum ist der Himmel blau?“

Have fun!

OVA mit Proxmox nutzen

Vorwort

Manche Lösungen werden als fertige VMs in Form von OVA-Downloads angeboten, hier beschreibe ich kurz, wie man OVA mit Proxmox nutzen kann.

Dateien extrahieren

Zunächst die Dateien aus der OVA extrahieren:

Nun kann die Konfiguration der VM eingesehen werden.

Konfiguration

Die Konfiguration befindet sich in der .ovf, hier ein Beispiel (stark gekürzt) für den Inhalt:

Danach wird die .vmdk konvertiert.

VMDK konvertieren

Die .vmdk muss konvertiert werden:

Dies .qcow2 wird später in der VM verwandt.

VM erstellen

In Proxmox wird nun eine neue VM erstellt. Die Hardware (Netzwerk, HDDs, etc.) an die Informationen aus der .ovf anpassen.

qcow2 verschieben

Vor dem Start, wird die eben extrahierte Disk zur neuen VM verschoben, 999 ist hier durch die entsprechende ID der VM zu ersetzten:

Das waren alle notwendigen Schritte, nun kann die VM genutzt werden.

VM starten

Jetzt kann die VM gestartet werden.

Have fun!

Docker unter Debian

Einleitung

„Docker unter Debian“ beschreibt, wie die Open Source Software mit Debian genutzt werden kann. Docker dient der Virtualisierung von Anwendungen in Linux Containern. Der Artikel wurde unter Debian Jessy realisiert.

Vorbereitung

Für die weiteren Schritte wird curl benötigt:

Anschließend wir das Docker Repository eingerichtet. Daraus kann Docker schließlich installiert und aktulisiert werden.

Docker Repository

Los gehts…

GPG-Key:

Stable Repository hinzufügen:

Docker installieren:

Das wars…

Test

Ein erster Test:

 

Have fun!

OwnTracks recorder – Speichern und Verwalten von Positionsdaten

Einleitung

Mit OwnTracks recorder können die von OwnTracks übermittelten Positionsdaten gespeichert und verwaltet werden. 

Installation

Für Debian 7 und 8, CentOS 7 und Raspbian (wheezy) steht ein Repository zur Verfügung. Hier für Debian 8:

Weiter mit der Konfiguration.

Konfiguration

Wer nach dem hier veröffentlichten Beitrag Mosquitto installiert hat, kann zunächst für den OwnTracks recorder einen Benutzer erstellen:

Im Anschluss muss dieser Benutzer in der Konfigurationsdatei /etc/default/ot-recorder hinterlegt und der Port auf 8883 angepasst werden.

Nun kann der OwnTracks recorder mittel ot-recorder ‚owntracks/#‘ gestaret werden, die Ausgabe wie folgt:

Wird vom Handy eine Position übermittelt, sieht das auf der Shell dann so aus:

Läuft bis hierhin alles, sollte noch dafür gesorgt werden, dass OwnTracks recorder automatisch mit dem Betriebssystem startet.

Service

Der Service sollte sich wie folgt einrichten lassen:

Allerdings lässt er sich in meiner Konfiguration nicht starten. Als Workaround starte ich OwnTracks recorder stattdessen in /etc/rc.local:

Nach einem Neustart der Maschine wird der OwnTracks recorder dann ebenfalls gestartet. Weiter mit der Darstellung der Positionsdaten.

Web / Apache

Es wird empfohlen, den Zugriff über einen Reverse-Proxy zu realisieren, hier am Beispiel Apache. Zunächst einige Module aktivieren:

Nun erstellen wir eine Kofiguration /etc/apache2/conf-available/ot-recorder.conf mit folgendem Inhalt:

… und aktivieren diese:

Abschluss mit einem Test.

Ergebnis

Browser starten und http://<rechnername/ip>/owntracks/ öffnen. 🙂

Have fun!