Archiv der Kategorie: Windows

Installation von zpub – Ein Werkzeug zur Erstellung technischer Dokumentation (Debian)

Einleitung

Wer größere Handbücher und Dokumentationen erstellen muss, stellt sehr schnell fest, dass gängige Textverarbeitungsprogramme sehr an ihre Grenzen stoßen. Insbesondere bei mehreren Bearbeitern gleicher Dokumente wird die Arbeit schwierig bis unmöglich.

Selbst wenn man das Bearbeiten im Team organisieren kann, erfolgen größere Änderungen am Layout
ist der Aufwand riesig.

Hier kommt zpub (www.zpub.de) ins Spiel. Es setzt zur Dokumentation auf DocBook. Hierbei wird Inhalt und Design klar voneinander getrennt. Die Versionierung erfolgt über Subversion.
Wird ein neues oder geändertes Dokument eingecheckt, werden automatisiert alle definierten Ausgabeformate, z.B. PDF, chm, HTML, etc. erstellt und die fertige Dokumentation steht zeitnah zur
Verfügung.

Installation

Zunächst die benötigten Pakete:

benötigte Pakete

Für Debian gibt es ein Paket, das Repository muss jedoch zunächst aktiviert werden.

Wir erstellen hierzu die Datei /etc/apt/sources.list.d/zpub.list mit folgendem Inhalt:

Die Installation des Pakets wie folgt:

Hierbei werden einige Abhängigkeiten mitinstalliert, dies kann eine Weile dauern.

zpub-Instanz erstellen

Schließlich wird mit Aufruf des nachfolgenden Skripts eine zpub-Instanz erzeugt.

Konfiguration

Benutzer

Zunächst muss ein Benutzer erstellt werden, um auf die Weboberfläche bzw. das SVN-Repository zugreifen
zu können.

Im Anschluss muss das Passwort gesetzt werden.

Zusätzlich noch eine Benutzer für nicht administrative Zugriffe.

Hinweis: Wurde vom Namen zpub abgewichen, ist dies im Pfad entsprechend zu berücksichtigen:

Ausgabeformate

Die Möglichen Ausgabeformate werden hier definiert:

Weitere Konfigurationsmöglichkeiten sind im Handbuch beschrieben.

Bedienung

Mit den vorab erstellten Benutzern kann man das SVN-Repository () nutzen. Nach dem Commit wird automatisch die Dokumentation in den vorher eingestellten Formaten erzeugt.

Details sind im sehr ausführlichen Handbuch bestens beschrieben. In einem späteren Artikel werde ich hierzu näher berichten.

Webgui

Die Webgui ist unter https://<IP oder FQDN des zpub-Servers> zu erreichen. Hier können beispielsweise Versionen betrachtet und freigegeben werden.

Fehlersuche

Sollte der Fehler Error: html_entity error – cannot locate Apache::Util or HTML::Entities at /usr/share/zpub/bin/zpub-cgi.pl beim Aufruf des Archivs auftreten, kann hiermit Abhilfe geschaffen werden:

Das Ergebnis wie folgt:

zpub.pdfzpub.pdf

Zarafa Update durchführen

Einleitung

Wer Zarafa als Groupware einsetzt, steht gelegentlich vor der Aufgabe, ein Update durchzuführen. Sinnvollerweise sollte vor dem Update eine Sicherung erstellt werden und im Anschluss ein Funktionstest durchgeführt werden.

Vorbereitung

Zunächst werden die relevanten Dienste gestoppt.

Ist dies erfolgt, wird zunächst eine Sicherung erstellt.

Sicherung

Bei der Sicherung wird sowohl Datenbank als auch Konfiguration weggesichert. Sofern die Anhänge in einem Filestore abgelegt sind, sollte dieser ebenfalls in der Sicherung enthalten sein.

Zeit für das Update.

Update

Zunächst wird die aktuelle Version besorgt und entpackt.

Schließlich werden die Pakete eingespielt.

Haben sich Konfigurationsdateien geändert, können die Änderungen gesichtet und ggf. übernommen werden.

Konfigurationsänderungen

Prüfen, welche möglichen Änderungen mit der neuen Version verfügbar sind:

Die Änderungen sind nun in server.diff aufgeführt und können bei Bedarf in die aktuelle Konfiguration übernommen werden.

Test

Zum Schluss kann Zarafa wieder in Betrieb genommen werden.

Die Version sollte nun aktuell sein:

Eine Testmail zustellen:

Ebenfalls getestet werden sollte die Anbindung an Outlook (Mail, Kalender, Kontakte) sowie an die mobilen Geräte (z. B. Android).

Have fun!

Raspberry Pi und SANE als Netzwerkscanner im Einsatz

Vorwort

Im privaten Einsatz haben sicherlich viele Nutzer einen Dokumentenscanner. In der Regel ist dieser allerdings per USB an einem Windowsclient angebunden, da netzwerkfähige Lösungen meist das Budget sprengen. Hat man mehrere Rechner im Einsatz gilt Murphys Gesetz. Zwar arbeitet man am Rechner aber eben immer gerade nicht an jenem, an dem der Scanner hängt. Was bleibt ist die Möglichkeit, den zweiten Client hochzufahren oder den Scanner umzustöpseln und womöglich zuerst noch zum Ort des Geschehens zu transportieren. Hier soll der Raspberry Pi nun in die Bresche springen.

Pakete

Die benötigten Pakete installieren:

Es folgt ein wenig Konfigurationsarbeit.

Konfiguration

Zum automatischen Start wird in /etc/default/saned RUN auf yes gesetzt:

In /etc/sane.d/saned.conf kann der Zugriff gesteuert werden, im Beispiel werden  zwei Subnetze freigegeben, hier sind auch einzelne IPs oder Hostnamen möglich:

Saned starten:

Weiter mit den Clients…

Windows Client

Für Windows kann SaneTwain unter http://sanetwain.ozuzo.net/#download heruntergeladen und installiert werden.

Hierbei ist dann noch die IP-Adresse des Raspberry Pi einzutragen und es kann losgehen.

Troubleshooting

Achtung! Es sollte ein USB-Hub mit eigener Stromversorgung genutzt werden. 🙂

Have fun!

OPSI – Hard- und Softwareinventarisierung

Clients einbinden

Auf bestehenden Clients kann der opsi-client-agent mittels service_setup.cmd installiert werden, Voraussetzung ist hier ein Benutzer mit administrativen Rechten. Das Skript befindet sich im Softwaredepot (\\<opsi-server>\opsi_depot\opsi-client-agent) des OPSI-Servers.

Achtung! Der Client bootet während der Installation ungefragt durch.

GUI

Zur Administration von OPSI steht eine GUI https://<opsi-server>:4447/configed/ zur Verfügung, hierfür wird Java benötigt. Mit dem Adminuser, der im vorherigen Beitrag erstellt wurde, kann man sich hier anmelden.

Hard- und Softwareinventarisierung

Wurde der opsi-client-agent wie oben beschrieben installiert, ist dieser in Kürze unter dem Karteireiter „Clients“ zu finden.

Ein Wechsel zum Reiter Produktkonfiguration zeigt unter anderem zwei Softwarepakete: hwaudit und swaudit. In der Spalte „Angefordert“ werden diese mit „setup“ markiert, dies geschieht durch Klick und Auswahl in der Spalte. Zum Bestätigen kann das Häkchen oben oder Rechtsklick > Speichern genutzt werden.

Nach einem Neustart werden die beiden Pakete installiert, die Inventarisierung erfogt dann automatisch. Die Ergebnisse sind unter den Reitern „Hardwareinformationen“ bzw. Software-Inventur“ zu sehen:

opsi-hwaudit

OPSI Open Source Client Management Installation (CentOS 7)

Einleitung

Mit dem Open Source Client Management System opsi soll es möglich sein, automatisierte Betriebssysteminstallationen durchzuführen, Software und Patches zu verteilen sowie die eingesetzte Hard- und Software zu inventarisieren. Kern dieses Artikels ist die Installation von opsi unter CentOS 7.

Netzwerkkonfiguration

opsi erwartet einen voll qualifizierten Domain-Namen.

Benötigte Pakete

Es müssen einige Pakete installiert werden:

Diese werden anschließend konfiguriert und / oder aktiviert.

Weitere Pakete:

Im Anschluss erfolgt die Installation

Installation

Zunächst benötigen wir das Repository:

Nun kann die eigentliche Installation erfolgen:

Nun kann es eine Weile dauern, danach wird opsi konfiguriert und gestartet:

Hiermit ist die Software installiert.

Backend-Konfiguration

Als Backend kann u. a. eine MySQL- / maradb-Datenbank genutzt werden:

Es folgt die Konfiguration.

Konfiguration

Ein Zertifikat wird erzeugt und opsi wird initial konfiguriert:

Mit dem vorletzten Kommando wird das pcpatch-Passwort für opsi, CentOS und Samba gesetzt. Das letzte Kommando installiert bzw. aktualisiert bestimmte OPSI-Komponenten.

Benutzer

Schlussendlich wird noch ein Benutzer erzeugt, mit dem später OPSI-Pakete erstellt und installiert werden können.

Have fun!